Lokalteil Passau-Stadt vom 28.10.2002


Nierentische, Pomade und Petticoats - so feierte das Oberhausmuseum seinen 50. Geburtstag

700 Besucher kamen zur Feier - Förderverein übergab Wolfsklinge aus dem 14. Jahrhundert

von Gertie Falk
Schummriges Licht aus Tütenlampen, Nierentische unter Gummibäumen, Boogie-Woogie und Rock' n Roll vom "Boruvky-Quartett" erwarten die rund 700 Geburtstagsgäste, großteils im Stil der 50er Jahre herausgeputzt. In der "Nacht für die Veste" wird der 50. Geburtstag des Oberhausmuseums gefeiert im Look der für viele schon legendären Fünfziger. Vor allem den zumeist jungen Leuten macht es Spaß, mit viel Gel im Haar und Pferdeschwanz sowie Firmandenanzug und rauschenden Petticoats in den umfunktionierten Rittersälen herumzuschwirren.
Ein Kompliment gibt's von OB Albert Zankl für Museumsleiter Dr. Max Brunner samt Team und den Festorganisatoren, unserRadio-Moderator Walter Berndl und Petra Gruber für diese Idee sowie für Generalvikar Lorenz Hüttner für die stets gute Zusammenarbeit mit dem Oberhausmuseum. Eine Wolfsklinge aus dem 14. Jahrhundert überreicht Alois Pohmann vom Förderverein Oberhausmuseum an Dr. Max Brunner. Jede Menge pfiffiger Ideen ranken sich um die 50er Jahre: witzige Objekte von Tim Nebel, 16 Millimeter-Streifen, Schallplatten oder EW-Plakate aus dieser Zeit, PNP-Zeitungsausschnitte über den bundesweit bekannten falschen Fräser, der damals in Passau sein Unwesen trieb. Hutdesignerin Elisabeth Spatz-Distler hat für die Fete die passenden Hüte und Häkelmützen kreiert, die professionell vorgeführt werden. Preise gibt es für die richtige Beantwortung von Quizfragen und stilechte Kleidung aus den 50er Jahren. In einem mittelalterlichen Zelt toupiert Jacqueline Starke ihr Modell neben einer altmodischen Trockenhaube. Gegessen wird bei der Geburtstagsparty , was in in den 50ern in war: Pasta oder Pizza.
"Das ist alles super!" So die einhellige Meinung von Stadtheimatpflegerin Gisa Schäffer-Huber, MdL Dr. Gerhard Waschler sowie den Stadträten Hildegunde Brummer, Alois Feuerer und Ludwig Lindmeier. Auch sie amüsieren sich prächtig bei den Rhythmen von Bill Haley.

 

 

 

 

 

 


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