
Lokalteil Passau-Stadt vom 23.06.2002Gedenkabend zum 100. Geburtstag des
verdienstvollen Amerikaners am nächsten Montag
Mit einem Gedenkabend soll am kommenden Montag, 28. Oktober, ab 19.30 Uhr in der
Aula des Leopoldinums Arthur Brasgalla geehrt werden. Der verdiente Amerikaner
war von 1948 bis 1959 Ortskommandant der US-Truppen in Passau, wo er auch nach
seinem Abschied von der Armee seinen Lebensabend verbrachte. Bei der Passauer
Bevölkerung wurde der Amerikaner als Helfer in Notlagen wie beim Hochwasser
1954 und Versorgungsengpässen bekannt und geschätzt. Eng verbunden fühlte er
sich der Feuerwehr Hacklberg. Für die Kinder des Lukas-Kern- Waisenhauses war
er einfach der "Onkel Brasgalla".
Robert Braunersreuther von den Freien Wählern hatte mit seinem Vorschlag, eine
Straße nach Arthur Brasgalla zu benennen, die ganze Sache ins Rollen gebracht.
Im Frühjahr beschloss der Stadtrat, Brasgalla mit einer Straßenbenennung zu
ehren, sobald eine geeignete Straße dafür anstehe. Der Einsatz der Freien Wähler
für eine solche Brasgalla-Ehrung fand auch in der Bevölkerung viel Widerhall.
So wurde die Idee geboren, des "Braven Sergeanten von Passau" doch zusätzlich
einmal mit einer Spezial-Veranstaltung zu gedenken.
Stadtarchivar Richard Schaffner wird am Montag unter dem Motto "Arthur
Brasgalla und die Besatzungszeit in Passau" alte Archivbilder kommentieren.
Stadtheimatpfleger Franz Mader gibt eine Vorschau auf seinen Beitrag zum
anstehenden 100. Geburtstag des Soldaten.
Nach einem Bericht von Stadtrat Alois Feuerer über "Die Entwicklung der Städtepartnerschaft
zwischen Passau und Hackensack" liest Studiendirektor Robert
Braunersreuther Auszüge aus dem Brasgalla-Porträt, das im Magazin "Reader's
Digest - Das Beste" erschienen ist. Umrahmt wird die Ehrenstunde mit
Trompetensoli von Michael Lakota.
Die Veranstalter, zu denen auch das Stadtarchiv gehört, hoffen auf zahlreichen
Besuch der Passauer Brasgalla- und Amerika-Freunde. Der Eintritt ist frei. red
© Passauer Neue Presse